Elektromotorrad BISON

Projektentwicklung BISON

BISON steht für Kraft, Ausdauer und Robustheit. Es ist unser Ziel ein Elektromotorrad zu entwickeln, zu typisieren und dem Markt verfügbar zu machen, das nicht nur gut aussieht, sondern auch robust die täglichen Aufgaben meistert. Der BISON will kein Sportgerät sein, dafür aber seinem Besitzer lange Freude bereiten! Und leistbar muss er sein!

Letzter Stand:


August 2017

Das BISON-Projekt schreitet gut voran, technisch sind die größten Hürden, bzw. die selbstgestellten Anforderungen gelöst. 200 km Reichweite und lange Haltbarkeit der Akkus sind realisiert und müssen in Praxistests noch bestätigt werden. Der große Akku ist sehr gut geschützt, elektronisch, wie mechanisch. Die Akkubox ist leider etwas aufwändiger ausgefallen, aber dafür konnte der "schwierige" Raum im eRoller optimal genutzt werden. Und die beiden Stauräume für die Helme unter der Sitzbank sind zu 100% erhalten geblieben. Weder Controller noch Ladegerät oder BMS haben sich hier breitgemacht, was bei anderen Elektrorollern oft der Fall ist.
Zur Zeit sind Arbeiten im Gange, die sich mit wirtschaftlichen Überlegungen befassen. Eines der Ziele ist ein leistbarer Preis für den BISON und mir schweben ca. 7000-8000 Euro vor. Das wird nicht einfach zu erreichen sein, denn Abstriche bei den guten technischen Komponenten und Teilen wird es nicht geben. Der Verein kann auch keine größere Stückzahl von BISONs herstellen und verkaufen ohne mit dem Vereinsgesetz in Konflikt zu geraten. Aus diesem Grund wird es eine eigene Firma geben, die die eFahrzeuge herstellt, vertreibt und die EU Typisierung macht. Damit werden auch alle glücklich sein, denen ein Verein als Ansprechpartner zu "unsicher" ist. Das heißt aber nicht, dass unsere "BISON-Firma" auf Maximierung des Profits ausgerichtet sein wird, das Fahrzeug und zufriedene Kunden stehen an erster Stelle! Aber trotzdem suchen wir einen Investor, der das ganze Projekt von Beginn an auf sichere finanzielle Beine stellt, damit wir arbeiten können und auch die Käufer die Sicherheit haben, dass es uns lange geben wird, was für die Ersatzteile und andere Serviceleistungen wichtig ist. Aus diesem Grund wird das BISON-Projekt etwas größer starten, als wir uns das noch Anfang 2017 gedacht hatten. Ein zweites eMotorrad ist ebenfalls in Planung und soll zusammen mit dem BISON vorgestellt, getestet, EU-typisiert und verkauft werden. Die 2. Maschine soll alle ansprechen, die sich nicht auf einen Roller setzen würden, auch wenn er noch so praktisch ist. Also auf der einen Seite ein alltagstauglicher elektrischer Großroller (BISON) für fast alle täglichen Fahrten und auf der anderen Seite ein sportliches eMotorrad (VIPER), das eine höhere Endgeschwindigkeit haben wird, aber preislich auch in dem oben genannten Bereich liegen soll.
Es ist viel zu tun....

Sollten sie in "Green Mobility" investieren wollen oder einen Investor kennen, dann melden sie sich bitte. Auch alle, egal ob jung oder alt, die in einem neuen Unternehmen arbeiten wollen, das etwas sehr anderst sein wird und mit anderen Unternehmen dieser Art absolut nicht vergleichbarer sein wird, sind eingeladen sich zu melden. Wenn wir schon etwas Neues machen, dann von Grund auf und durch alle Ebenen. Wir werden in absehbarer Zeit Mitarbeiter für folgende Bereiche benötigen: Elektromontage, Mechatronik, Verkauf, Sekretariat, Arbeiter

Mai 2017

Die Planung des BISON ist nun schon fast abgeschlossen. Die meiste Zeit der letzten Monate wurde in die Auslegung, Auswahl und Possitionierung der Antriebsbatterie gelegt. Aber auch die neue Hinterradschwinge, zusammen mit einem einfacheren Ausbau des Hinterrades (für den Reifenwechsel!), wurde erfolgreich, wie ich meine, konzipiert. Man kann mit Sicherheit sagen, dass der Akku eines Elektrofahrzeuges der wichtigste und teuerste Bestandteil ist und deshalb wurde hier sehr viel Zeit investiert. Es stand von Anfang an fest, dass im BISON nur ein Lithium Eisen Phosphat Akku (LiFePo4) zum Einsatz kommt. Die haben zwar weniger Energiegehalt als andere Lithium Ionen oder Polymer Zellen, sie gehören aber zu den sichersten Akkus, was vor allem die Brandgefahr bei Fehlverhalten angeht. Bei tiefen Temperaturen (um die 0°C) ist ihre Entladekurve so niedrig, dass die Reichweite stark zurück gehen kann, je nach Fahrweise. Das Gute bei den LiFePo4 Zellen ist, sie enthalten keine giftigen Stoffe, wie Chrom oder Nickel, sie haben eine gute Lebendauer von 2000-3000 Lade/Entladezyklen, sie sind gut verfügbar und nicht zu teuer (gute LiFePo4 Zellen sind aber auch nicht billig!).
Ein Problem ist der zu geringe vorhandene Platz im BISON-Rahmen, der für die Batterie zur Verfügung steht. Ein Grund ist natürlich der rollertypische niedrige Durchstieg, der aber das Auf- und Absteigen, gerade bei montiertem Topcase in der Praxis wahnsinnig angenehm macht. Der Akkukasten ist jetzt zwar etwas komplizierter ausgefallen, aber er nutzt den Raum sehr gut aus, was den Einbau von 24 LiFePo4-Zellen mit über 100Ah Kapazität bedeutet. Preis und Gewicht des Akkus sind im Rahmen und im Normalfahrbetrieb bleibt die Akkubelastung stehts unter 1C, das ist ein wichtiger Schritt zu einem langlebigen eMotorrad, was der BISON ja werden soll! Das ist besser, als eine höhere Akkuspannung, die nur mit kleineren Zellen erreicht werden kann, denn die Amperezahlen bleiben gleich, egal ob 24 oder 30 Zellen.
Alle anderen Bauteile wie Fahrtregler (Controller), BMS, DC-DC Wandler, Ladegerät (auch der Anschuß eines zweiten Ladegerätes ist vorgesehen um die Ladezeit im Bedarfsfall zu verkürzen) haben einen trockenen und sicheren Platz unter der BISON Verkleidung gefunden.
Der nächste Schritt ist der Aufbau eines fahrtüchtigen Testprototypen um die Straßenlage und das Federungsverhalten zu prüfen.

März 2017

Die Planung und Entwicklung des BISON schreitet voran! Erstaunlich ist nach wie vor die solide Verarbeitung der Kunststoffteile. Eher langsam entwickelt sich die Batterieauslegung, die ist aber für den BISON enorm wichtig. Unendlich viel Platz für eine extrem große Batterie ist im BISON nicht, besonders im Bereich zwischen Sitzbank und dem Vorderbau, also unter dem niederen Einstieg. Zu hohes Batteriegewicht ist auch nicht von Vorteil, da man zum höchstzulässigem Gesamtgewicht etwas Abstand halten sollte. Auf der einen Seite soll und muss die Batterie maximal sicher sein (Brandgefahr), daher kommen nur LiFePo4 Zellen in Frage. Die sind zwar nicht ganz so leistungsfähig wie manche anderen Lithium Ionen Zellen, aber durch ihre besondere Zellchemie ist ein thermisches Durchgehen fast unmöglich.
Ein 72V Akku kommt mit weniger Zellen aus und elektrische Bauteile, wie Controller, Ladegerät,... sind günstiger und besser verfügbar. Aber er muss bei gleicher Motorbelastung mehr Ampere abgeben, was natürlich sowohl den eMotor als auch den Controller höher belastet. Ein 100V Akku hat nun einmal 32 Zellen (LiFePo4) und die sind in geeigneter Größe schwerer im Fahrzeug unterzubringen. Abgesehen davon müssen auch noch der Controller, DC-DC-Wandler, ein Ladegerät, das BMS für den Akku, usw. irgendwo unter der Kunststoffhaut des BISON verstaut werden und zwar so, dass man im Reparaturfall leicht an die Teile gelangt. Außerdem wird versucht die 2 großen Helmfächer unter der Sitzbank zu erhalten, also nicht für Batterie oder andere Teile zu beschneiden, denn der BISON soll ja alltagstauglich sein und da gehört ein guter Stauraum (ohne Topcase) einfach dazu.
Es schadet also nicht, wenn man gefundene Lösungen etwas wirken lässt und alles noch einmal überdenkt, bevor man später etwas bereut!
Zur Zeit hat der BISON Akku 32 LiFePo4 Zellen mit je 80Ah. Das entspricht einer Nennspannung des Antriebsakkus von 102V und einer Kapazität von 8,2 kWh. Das sollte für eine max. Reichweite von 180km und einer sicheren Reichweite von 150km reichen.

Meinungen und Anregungen dazu sind natürlich erwünscht....


Jänner (Januar) 2017

erstes Foto des BISONDer erste Vorprototyp des "BISON electric" ist planmäßig Mitte Jänner bei uns eingetroffen und es gibt jetzt erste Fotos. Bitte beachten sie, dass die Spiegel nicht so aussehen werden und die orange eloxierten Teile natürlich auch in neutralen Faben zu haben sein werden!

Dieser Prototyp ist noch mit Benzinmotor ausgestattet und wurde für die technische Untersuchung zerlegt. Daher bin ich als Verantwortlicher für den BISON hoch erfreut, dass der BISON für unsere Anforderungen gut geeignet ist.


Der erste Eindruck: gute Verarbeitung, hohe Passgenauigkeit der Kunststoffteile, die Verkleidung ist sehr schön und aufwändig gestaltet, Stahlrahmen hat saubere Schweißnähte und eine gute Lackierung (kein Rost), sehr gute Ausstattung, alles ist modular aufgebaut, Lichttechnik ist auf den letzten Stand (LED). Diese Dinge sollten eigentlich selbstverständlich sein, aber bei chinesischen Großrollern ist das leider nicht so. Dieser Prototyp gehört zu den solidesten Großrollern dieser Art, die wir gesehen haben.


Folgende Ausstattungsmerkmale wird der BISON fix haben:

+ 2x Abblendlicht und 2x Aufblendlicht in LED-Linsentechnik einstellbar, 2x Standlicht (Milchglas-LED)

+ Akkustisch/Optische Alarmanlage mit Fernbedienung

+ MP3 Player, Lautprecher, Bluetoothverbindung zu Mobiltelefon, große Tasten für die Steuerung

+ Sitzbank wird über Zündschloss geöffnet

+ Lenkstange ist verstellbar um großen wie kleineren Fahrern eine gute Sitzposition zu ermöglichen

+ 13 Zoll Räder


BISON von hinten, RücklichterZur Zeit wird abgeklärt wie groß der Akku sein kann und wie unsere Vorstellung der Hinterradschwinge realisiert werden kann.

Was für den BISON angestrebt wird:

- einfacher Ausbau des Hinterrades trotz Radnabenmotor

- passive Kühlung des MotorController

- Volldigitaler Tacho, übersichtlich mit allen Anzeigen die notwendig sind

- Blinkerspiegel für erhöhte Sicherheit in der Stadt

- ein Topcase sollte montiert werden können

- gute Reichweite

- günstiger Anschaffungspreis



Oktober 2016

Die Entscheidung ist nun endgültig für den BISON gefallen. Es wird ein Prototyp bestellt, an dem Fahreigenschaften, Verarbeitung der Einzelkomponenten, verfügbarer Platz für die elektrischen Teile, wie Batterien, Controller, DC-DC-Wandler, usw. überprüft werden. Bevor das nicht abgeklärt ist werden auch keine Fotos von BISON veröffentlicht. Es könnte ja immerhin auch sein, dass der BISON, aus welchen Gründen auch immer, für unsere Anforderungen nicht geeignet ist, was wir allerdings nicht hoffen.

Juni 2016

Endlich ist ein Modell gefunden, das verfügbar ist und auch der Anbieter ist unserem Projekt gegenüber sehr aufgeschlossen. Der Codename für dieses Modell ist schnell gefunden - BISON, das steht für Kraft, Ausdauer und Robustheit. Und auch das Erscheinungsbild der "Neuen" erinnert ein wenig an einen BISON, vorne sehr bullig, hinten eher schlank. Der BISON muss vom Verein ZWV als Elektromotorrad vollkommen neu konstruiert werden. Das bedeutet zwar viel Arbeit, aber dadurch sind auch alle Möglichkeiten der Gestaltung und Anordnung der Komponenten im eMotorrad erhalten geblieben. Beim PUMA war das nicht so.
Zeitgleich wurde noch ein 2. Modell gefunden, Codename VIPER, das aber wegen zu hohen Kosten und einem Hersteller, der bei den wichtigen Teilen keine Auskunft geben will und sich ein wenig in Widersprüche verstrickt, abgeleht wurde. Auch hier wären die Gestaltungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt gewesen.
Es beginnen Verhandlungen mit den Herstellern der Einzelteile, es werden schon wichtige elektrische Teile gesucht und mit diesen Herstellern Kontakt aufgenommen. Es sollen so viele Fragen wie möglich im Vorfeld geklärt werden, auch die europäische Typengenehmigung ist sehr wichtig.

Dezember 2015

Es ist absehbar, dass das Elektromotorrad PUMA nicht mehr weitergeführt wird. Es beginnt eine intensive Suche nach einem Nachfolger, was sich als sehr schwierig herausstellt. Die Problematik: es gibt nicht sehr viele dieser "Big Body Scooter" in China. Die Großroller, egal ob elektrisch oder benzingetrieben, verkaufen sich in China kaum, daher sind es fast reine Exportprodukte. Die, die es gibt, sind oftmals Kopien japanischer, koreanischer oder sogar italienischer Fahrzeuge, die natürlich für uns nicht in Frage kommen, denn schon bei der Typisierung wird es zu Problemen kommen und Kopien wollen wir nicht anbieten! Das Kunststück ist also eine rein chinesische Konstruktion zu finden.

Bericht: Gerald Harbusch (ab 2016)
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